Am 26. September 2009 war es endlich soweit, die in Gründung befindliche POLISH BOOTTHROWING ASSOCIATION hatte ihre erste internationale Bewährungsprobe, mit der Austragung eines WORLD CUP´s. Die Veranstaltung fand in Niepolomice statt, ca.35 Km südlich von Krakau. Der Veranstaltungsort war von Berlin aus gut zu erreichen, da bis auf wenige Kilometer eine durchgängige Autobahnverbindung vorhanden ist. Das deutsche Team bestand aus Mitgliedern unseres Vereins und dem Latex Triumvirat aus Rauen. Weitere Teams kamen aus Schweden, Estland und natürlich Finnland. Die angereisten Werfer waren in einem noch recht neuen Hotelkomplex untergebracht, das sich ca. 10 Gehminuten vom Sportplatz befindet. Das Hotel machte einen sehr guten Eindruck, bei moderaten Preisen (Doppelzimmer mit Frühstücksbüfett ca. 42,00 Euro).
Die Wettbewerbe fanden auf einer Sportanlage statt, die neben einem Superrasen auch die nötige Infra-struktur vorweisen konnte. Berta Basista vom polnischen Stiefelweitwurf-verband in Gründung eröffnetet die Veranstalt-ung, an der über 50 Werfer und Werferinnen teilnahmen. Den Polen sah man an, dass ihnen noch die nötige Wurf-erfahrung fehlte, dies kompensierten sie aber mit viel Spass und Freude am Werfen. Das sich wärend des Tages das Wetter von seiner besten Seite zeigte, sei hier nur am Rande bemerkt. Spektakuläre Würfe gab es aber nicht, es fehlten einfach die Spitzenwerfer. Für das deutsche Team war der World Cup mit 8 gewonnenen Medaillen recht erfolgreich.
Am Abend fuhren wir gemeinsam nach Krakau, wo uns Beata Basista und Janusz Oporek vom polnischen Verband eine kleine Stadtführung gaben, die uns durch die wunderbar erhaltene Altstadt führte. Einige Mitglieder der Gruppe nutzte diese Gelegenheit, um sich einen Überblick über das Krakau Nachtleben zu machen. Leider war die Zeit zu kurz, und es schreit nach mehr - die Zeichen stehen gut, dass die WM 2010 in Niepolomice/Polen stattfinden wird.
Das Resümee der Veranstaltung:
Niepolomice erfüllt alle Kriterien die nötig sind, um auch eine Groß- veranstaltung wie die Weltmeisterschaft austragen zu können. Das sich die Ablaufroutine erst noch einspielen muss war allen klar, denn nur aus Fehlern lernt man.
Kurz vor unserer Abreise entstand noch dieses Bild, Jari Isorkorpi (Mitte) Präsident der IBTA mit Mitgliedern des deutschen Teams.
Impressionen vom Wettkampf
DÖBELN 2009 - Deutsche Meisterschaft und World Cup
Am 29.08.2009 traf sich die deutschen Stiefelwerfer/-innen wieder auf den inzwischen legendären Klosterwiesen in der Stiefelstadt Döbeln. Da an diesem Tag auch ein World Cup ausgetragen wurde, konnten wir zu diesem Anlass auch Sportler aus Schweden und Finnland begrüssen. Obwohl diese Veranstaltung nicht mit den kommerziellen Grossveranstaltungen im Sportbereich konkurrieren kann, war sie wieder extrem spannend und voller Überraschungen. Neben dem Titelkampf um Platz 1, wollte man endlich den deutschen Weitenrekord (52,50 m) von Fabian Lau brechen.
Schnell stellte sich heraus, dass bei den Männern die Karten wieder neu gemischt werden. Thoralf Meese (Gib Leder 04) hatte endlich sein Formtief überwunden und konnte sich mit 48,89 m vor Enrico Achtenhagen (Rauen Latex 04) den 2. Platz sichern. Deutscher Meister bei den Herren wurde Christoph Geist (Spitzsteingummi 05), der es auch nun endlich schaffte, mit 53,23 m einen neuen deutschen Weitenrekord zu werfen.
Shootingstar der deutschen Meisterschaft war sicherlich Erik Honymus (Spitzsteingummi 05), er überzeugte mit seinen Würfen und landete verdient mit 46,10 m auf Platz 4. Bei den Frauen hat Maria Bürger (Spitzsteingummi 05), wie war es anders zu erwarten, ihre Spitzenposition verteidigt. Platz 2 und 3 gingen an Anke Honymus und Maria Schultz (beide Spitzsteingummi 05).
Beim World Cup konnte sich Pasi Kuusinen (Heinola Isku/Finnland) mit 55,88 m den 1. Platz sichern. Der 2. Platz ging an Thoralf Meese (Gib Leder 05) und Platz 3 an Enrico Achtenhagen (Rauen Latex
04).
Bei den Frauen erwarf sich Maria Bürger (Spitzsteingummi 05) den 1. Platz, gefolgt von Valma Hämäläinen (SS Kaleva/Schweden) und Maria Schultz (Spitzsteingummi 05).
Vielen Dank an dieser Stelle nach Döbeln, an Wolfgang Müller und sein Team für die Organisation und Durchführung der Veranstaltung.
Impressionen vom Wettkampf
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LATEX CUP 2009
An dieser Stelle sollte eigentlich das Video vom spannenden Duell zwischen dem Männerteam RAUEN LATEX I und der Wurfgemeinschaft Berlin/Sachsen stehen, aber ein defekter Speicherchip hat das gesamte Bildmaterial zerstört. Vielleicht sollte es Schicksal sein, denn nur wer selbst dabei war, konnte diese kleine aber durchweg professionell organisierte Veranstaltung erleben. Dank an Olaf Fuhlendorf für die Bereitstellung einiger Fotos.
Bei bestem Sommerwetter sorgten zahlreiche Vereins- und Freizeitsportler auf dem Sportplatz in Rauen, für abwechslungsreiche, unterhaltsame und spannende Wettbewerbe. Höhepunkt war natürlich die Frage, ob es diesmal gelingen wird den deutschen Weitenrekord von Fabian Lau zu knacken? Die Herausforderer Enrico Achtenhagen (Rauen Latex 04) und Christoph Geist (Spitzsteingummi 05) hatten es jedenfalls vor. Christoph Geist landete zwar einen 51 m Wurf, aber es fehlte noch eine Kleinigkeit um an die 52,50 m zu gelangen. Die nächste Chance für die Beiden gibt es bei der Deutschen Meisterschaft in Döbeln. Spannend wurde es beim Herrenteam Finale. RAUEN LATEX I (Bild links unten), das Team von Enrico Achtenhagen, Martin Barth und Mario Flanse gewann knapp (aber ganz knapp) vor dem Team der Wurfgemeinschaft Berlin/Sachsen (Christoph Geist (Spitzsteingummi 05), Olaf Fuhlendorf (Gib Gummi 03) und Toralf Meese (Gib Leder 05).
Für die Anderen hieß das Ziel, einen der begehrten Pokale mit nach Hause zu nehmen und dafür wurde bis in die frühen Abendstunden geworfen. Nach der Siegerehrung folgte der kulturelle Höhepunkt des Abends, die obligatorische RAUEN-LATEX-FETE mit Livemusik.
Vielen Dank an dieser Stelle an das Team um "EL PRÄSI" und allen die am Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Wir hoffen, dass es auch im nächsten Jahr wieder heißt:
RAUEN LATEX 04 LÄDT EIN ZUM LATEX CUP 2010
WELTMEISTERSCHAFT 2009 KINNULA (Finnland)
EIN RÜCKBLICK
Dieses Jahr sollte es etwas ganz Besonderes werden, so versprachen es die Veranstalter im finnischen Lepparvirta, doch es kam alles ganz anders. Disharmonien im finnischen Verband und ungeklärte Fragen bei der Organisation führten kurzfristig dazu, dass die Veranstaltung nach Kinnula verlegt wurde. Trotz der nun sehr kurzen Vorbereitungszeit, konnte die WM 09 termingerecht und ohne Pannen ausgetragen werden. Einzigster Wermutstropfen war, dass die Teilnehmer nicht zentral untergebracht werden konnten, was bei über 100 Teilnehmern aus 6 Ländern auch nicht einfach umzusetzen ist.
Für uns ist es immer wieder erstaunlich zu sehen, wie in Finnland Sportstätten ohne Einschränkungen auch für Randsportarten wie Stiefelweitwurf uneingeschränkt genutzt werden können. Leider konnten wir die schöne Natur Finnlands nur begrenzt genießen, denn wir hatten jeden Tag ein volles Programm.
Der Wettkampf
Das diese Veranstaltung im Mutterland des Stiefelweitwurfs stattfand, war allen klar, dass die Messlatte wieder besonders hoch hängen wird. Erstmalig war auch ein Team aus St. Petersburg (Russland) bei einer WM dabei. Die Esten kamen mit
Ihrer Stammbesetzung, bei der man von Jahr zu Jahr beobachten konnte, wie sie Ihre Leistungen kontinuierlich ausgebaut haben.
Das deutsche Team bestand aus 6 Teilnehmern (Rauen Latex 04 und Gib Gummi 03 Berlin). Es gelang aber nicht an die hohen sportlichen Leistungen früherer Jahre anzuknüpfen, da fast alle Spitzenwerfer aus diversen Gründen nicht teilnehmen konnten. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass die Teilnahme an internationalen Wettbewerben von den Teilnehmern selbst zu finanzieren ist.
Mit einem beachtlichen 11. Platz in der Welt-rangliste der Männer (50,54 m) konnte sich Enrico Achtenhagen von Rauen Latex 04 behaupten, bei der WM 08 in Italien belegte er noch den 19. Platz. Bei den Frauen gelang es Anita Otto von Gib Gummi 03 Berlin in der Altersgruppe (W55) eine Bronzemedaille nach Berlin zu holen.
Weltmeister bei den Männern wurde Juha Turunen (Finnland) mit 56,94m. Silber und Bronze gingen ebenfalls an Finnland.
Bei den Frauen konnte Tiia Koskelo mit 45,73 (Finnland) ihren Titel verteidigen. Der 2. Platz blieb in der Familie und ging an Mervi Koskelo. Über die Bronzemedaille freute sich Jana Kohv aus Estland.
Die Goldmedaillen bei den Teamwettbewerben der Frauen und Männern blieben, wie war es anders zu erwarten, in Finnland.
Bei den Nationalteams belegte Finnland den 1. Platz, gefolgt von Estland, Schweden, Italien, Deutschland und Russland.
Harri Kinnunen, hier zusammen mit unserer Bronzemedailliengewinnerin Anita Otto, war Hauptverantwortlicher für den Reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Er hatte alles im Griff und war sichtlich erleichtert, als nach Abschluss der Veranstaltung nur positive Reaktionen zu hören waren.
Die nächste Weltmeisterschaft soll in Krakau (Polen) ausgetragen werden. Eine entgültige Entscheidung der IBTA ist aber erst am Ende des Jahres zu erwarten.